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Medizinische Diagnostik

Dr. Hugo Niggli und Dr. Max Bracher
 
Der im Abschnitt Biophotonik erwähnte österreichische Physiker Erwin Schrödinger hat postuliert, dass sich ein Lebewesen nur auf seiner hohen Ordnungsstufe halten kann, weil es aus seiner Umgebung fortwährend Ordnung bezieht. Nach Schrödinger ist es das Sonnenlicht, welches letztendlich diese Ordnung schafft. Ist diese ordnende Kraft messbar? Bei den Biophotonenmessungen in Zellen kann man das höchste Mass an Quantenordnung oder Kohärenz beobachten, das überhaupt in einem lebenden System möglich ist. Gewöhnlich findet man eine solche Kohärenz - die sogenannte Bose-Einstein Kondensation - nur in Supraleitern, die im Labor knapp über dem Nullpunkt untersucht werden, nicht jedoch in Lebewesen. Wie schon beschrieben revolutionierte der Physiker Herbert Fröhlich, der 1950 den theoretischen Schlüssel zur Erklärung der im Jahre 1911 entdeckten Supraleitung fand, das Gebiet der Biophysik durch die Einführung des Konzeptes der Kohärenz von lebendigen Systemen. Es handelt sich dabei um Licht mit einem hohen Ordnungsgrad, um biologisches Laserlicht. Um sich eine Vorstellung von der Kohärenz zu machen kann man sich eine Seeoberfläche vorstellen, die mit einem vollkommen gleichförmigen Wellenmuster besetzt ist. Die Wellen besitzen alle die gleiche Höhe, den gleichen Abstand voneinander, die gleiche Geschwindigkeit und die gleiche Richtung. Die Wellenkreise eines Steinwurfes breiten sich einheitlich und unverfälscht aus. Bläst jedoch plötzlich ein immer wechselnder Wind darüber, beginnen die Wellen in verschiedenen Richtungen hin und her zu laufen, überkreuzen  sich, verstärken sich gegenseitig oder können sich auch aufheben. Die Wellenkreise eines Steinwurfes werden hier nach kurzer Zeit verfälscht. Dieses Bild kann mit normalem, nicht kohärentem Licht verglichen werden. Somit wird auch klar, dass Information umso präziser übermittelt wird, je geordneter das Wellenmuster ist. Die kohärente Lichtstrahlung von Laserlicht ist sehr ruhig, sie besitzt eine sehr stabile Intensität und die normalerweise bei Licht auftretenden Schwankungen sind minimal. Aufgrund der stabilen Feldstärke seiner Wellen können sich die Wellen überlagern; durch diese Interferenz werden Effekte möglich, die bei normalem Licht nicht vorkommen. Das Lichtfeld solchen Laserlichts besitzt einen hohen Ordnungsgrad und ist deshalb in der Lage, selbst ordnungsbildend zu wirken und Informationen zu übertragen.
 
Mitte der Neunziger Jahre hat Fritz-Albert Popp mit der Chemikerin Sophie Cohen zum ersten Mal Lichtemissionen am Menschen gemessen. Dabei haben sie biologische Rhythmen von 7, 14, 32, 80 und 270 Tagen bei der Biophotonenemission an den Händen und der Stirn des Menschen festgestellt. Zudem waren die Lichtemissionen an der rechten und linken Hand korreliert. Soweit es um Licht ging, wusste die rechte Hand, was die linke tat. Die Emissionen schienen ausserdem noch anderen biologischen Rhythmen zu folgen. Es gab ähnliche Tages- oder Nachtwerte, Wochen- und Monatswerte, so als würde der Körper dem Biorhythmus der Welt ebenso folgen wie seinem eigenen. Popp fand bei gesunden Versuchspersonen auf der Quantenebene eine  ausserordentlich hohe Kohärenz.
 
Die Eigenschaft der Kohärenz zeigt sich bei der Biophotonenmessung darin, dass die sogenannte Licht-induzierte ultraschwache Photonenstrahlung in Zellen "hyperbolisch abklingt" wie Popp und sein chinesischer Physikkollege Li im Jahre 1983 genial nachgewiesen haben. Mathematisch zeigt sich die hyperbolische Abklingkurve bei einer doppellogarithmische Darstellung der Emissionsfunktion gegen die Zeit in einer Gerade wie in der Abbildung 2 für ein Experiment mit Hautfibroblasten dargestellt. Je näher die gemessenen Werte bei einer Gerade liegen, umso mehr entspricht die Messkurve der theoretischen hyperbolischen Funktion.
 
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Abbildung 2:   Biophotonenemission nach Weisslichtanregung von Xeroderma-Pigmentosum Fibroblasten
 
 
 
Wie schon erwähnt, wurde die Biophotonenanalyse am Nuklearzentrum in Catania (Sizilien, Italien) weiterentwickelt. In diesen Experimenten wurde eine neue Biophotonenanalyse für Zellen in Kultur entwickelt, die sogenannte ARETUSA-Methode (vgl. Abb. 3).
 
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Abbildung 3: Schematisches experimentelles Set-Up der ARETUSA-Methode (aus Niggli; Tudisco, Privitera, Applegate and Musumeci, Journal of Biomedical Optics (10 (2) (March/April 2005)).
 
 
 
Die Idee ist, für die Zukunft mit dieser Analyse ein medizinisches Diagnoseverfahren zu entwickeln, um mit sehr wenig Zellmaterial Normalzellen von Tumorzellen unterscheiden zu können. In ersten Experimenten wurde gefunden, dass die Ultraviolet-A-Laser induzierte Biophotonenemission sowohl Temperatur- als auch Zelltyp-abhängig ist. Die ultraschwache Photonenemission (ab ca. 550 nm) war bei 32° C im Vergleich zu 10° C signifikant höher (vgl. Abb. 4).
 
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Abbildung 4: Ultraschwaches Emissionsspektrum von menschlichen Zellen in Abhängigkeit der Temperatur: (weisse Balken) menschliche Fibroblasten bei 10°C, (graue Balken) menschliche Melanomzellen
bei 10° C, (dunkelgraue Balken) menschliche Fibroblasten bei 32°C, (schwarze Balken)
menschliche Melanomzellen bei 32°C (aus Musumeci, Applegate, Privitera, Scordino,
Tudisco and Niggli, Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology 79 (2005) 93-99).
 
ARETUSA ist eine neue und hochsensitive Messmethode, welche aufzeigen kann, dass unsere Gesundheit mit einer perfekten Licht-Kommunikation im Zellverband gekoppelt ist. Schon Popp fand, dass die natürlichen periodischen Rhythmen und auch die Kohärenz des Lichtes bei Krebspatienten fehlten. Die interne Kommunikation der Körperzellen war gestört und folglich war ihr Lebenslicht dabei zu verlöschen. Seine Versuche zeigten, dass gesunde Zellen sich durch grosse Lichtspeicherfähigkeit auszeichneten, während Krebszellen Speicherfähigkeit und Kohärenz einbüssten. Gesundheit entspricht einem Zustand perfekter subatomarer Kommunikation, und bei Krankheit bricht diese Verständigung unter den Körperzellen zusammen. Die entscheidende Rolle spielt die Kohärenz. In der Quantenphysik bedeutet diese Eigenschaft, dass die Atome und Moleküle fähig sind, miteinander zu kommunizieren. Das Endresultat kann man am besten mit einem grossen Orchester vergleichen. Alle Photonen spielen gemeinsam, aber als individuelle Instrumente, die sich an ihre jeweilige Partitur halten. Für den Zuhörer ist es dabei schwierig, ein einzelnes Instrument zu identifizieren. Sehr erstaunlich war für Popp, dass er in seinen Experimenten am Menschen das höchste Mass an Quantenordnung oder Kohärenz beobachten konnte, das in einem lebenden System möglich war. Marco Bischof hat in seinem Buch „Tachyonen, Orgonenergie, Skalarwellen (AT-Verlag (2002) siehe www.at-verlag.ch) darauf hingewiesen, dass die Biophotonenemissionen als Korrekturmechanismen gedeutet werden können, mit denen die lebenden Systeme die Fluktuationen des Nullpunkt-Feldes ausgleichen. Popp unterschied bei der Beschreibung des Biophotonenfeldes zwischen einer „potentiellen“ und einer „aktuellen“ Information. Die Erstere, bezeichnete er als ein virtuelles, nicht messbares, delokalisiertes und hochkohärentes Trägerwellenfeld im Inneren der Zellen und vermutete bereits vor über 10 Jahren, es könnte sich um den Vakuumzustand handeln. Die „aktuelle Information“ waren die von diesem hochkohärenten Feld abgegebenen, messbaren Biophotonen. Unterstützt wird diese Hypothese durch die experimentelle Beobachtung, dass die Zellen im gesunden Menschen praktisch kein Licht verlieren. Zusammenfassend aus diesen Darstellungen wird klar: das Licht in unseren Zellen ist die Basis zur Beurteilung von Gesundheit und Krankheit. Damit wird das Zell-Licht der Schlüssel zur Heilung von Krankheit werden und die Medizin der Zukunft wird versuchen, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten diese Lichtsprache nachhaltig zu unterstützen.
 
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