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Ein Lexikon rund um das Thema - "Gesundheit" mit dem Schwerpunkt kolloidales Silber, kolloidale Metalle, destilliertes Wasser und ...... 

Heilpraktiker

DIE HEILPRAKTIKER HEUTE
 
Noch vor 40 Jahren waren die Heilpraktiker die Exoten im Medizinbetrieb, am Rande des allgemeinen Werteideals unserer Gesellschaft, naserümpfend als ewig gestrige Spinner oder Sektierer bezeichnet, deren Behandlungsmethoden und Erfolge als suggestiv oder Placeboeffekt abgetan wurden. Die zunehmende Sensibilisierung gegenüber den Schäden in und an der Natur, auch der des Menschen, durch den materialistischen, naturwissenschaftlichen Versuch, die Natur zu bezwingen und beherrschen zu wollen, ließ auf allen Gebieten, neue, sanfte, natürliche, methodische Vorgaben entstehen. Im Bereich der Medizin kam es zur allgemeinen Wiederentdeckung der Naturheilkunde. Die Wertschätzung und die allgemeine Akzeptanz der Heilpraktiker wächst dadurch stetig. Doch sehen sich die Heilpraktiker heute auf der einen Seite einer zunehmenden Zahl von selbsternannten, zur Ausübung der Heilkunde nicht berechtigten Heilern/innen gegenübergestellt, die nicht nachvollziehbare, oft abenteuerliche Gedankenansammlungen und Vorstellungen für sich bemühen. Auf der anderen Seite der Heilpraktiker steht der knallharte naturwissenschaftliche Materialismus mit der Maschine Mensch, der die körperlich seelisch-geistige Einmaligkeit auslöscht. Er zwingt viele gerade auch junge Menschen automatisch in den Gegenraum fragwürdiger spiritueller Vorstellungen mit entsprechenden Behandlungsmethoden. Doch ob nun die naturwissenschaftliche, medizinische Physik und Chemie oder geistige, schicksalsmäßige Mächte den Menschen unabdingbar bestimmen sollen macht keinen Unterschied. Beide Anschauungen formulieren den Menschen als Opfer von außerhalb seiner Selbst ihn lenkenden Wirksamkeiten. In beiden Fällen wird dem Menschen die Freiheit, die Erkenntnis seiner Handlungsgründe, die Verantwortung für sein Denken, Fühlen und Handeln entzogen und dem Zufall bzw. höheren Wesenheiten zugesprochen: Der Mensch als zufällige Laune der Natur oder als Marionette von Geistern, Gesundheit und Krankheit als Zufall oder Glück, Willkür oder Sühne. In der Naturheilkunde ist die Existenz ganzheitlicher Ursachenprinzipien sowie ihre differenzierbare Erkennbarkeit Grundlage der therapeutischen Bemühungen. Das ideelle Erkennen des Patienten in seiner einmaligen, zeitlichen, räumlichen Funktions- und Entwicklungssituation ist das methodische Ideal. Die körperlich-seelisch-geistige Biographie eines Menschen ist in der Naturheilkunde der entscheidende Schlüssel zur Wiederherstellung seiner Gesundheit. Krankheit ist der Vollzug oder die Folge dieser Biographie in der individuellen Auseinandersetzung von Gegensätzlichkeiten. Ganzheitliche Therapie setzt an bei dem Suchen und Erkennen des roten Fadens in der körperlich-seelisch-geistigen Biographie. Sie bemüht sich, die im Krankheitsfall gestörte Fähigkeit des Stehens im immerwährenden Wechsel von Reaktion und Aktion, Ruhe und Bewegung, Yin und Yang, Bewusstem und Unbewusstem im Maße der Persönlichkeit wiederherzustellen.
 
Das Besondere, das entscheidend Andere des Heilpraktikerberufes in der heutigen medizinisch therapeutischen Landschaft ist der Ausgangspunkt, die Betrachtung des Menschen, seiner Gesundheit und seiner Krankheit.
 
Der Heilpraktiker geht im Gegensatz zur heutigen, seit dem 17. Jahrhundert sich entwickelnden naturwissenschaftlichen Denkweise, wonach alle biologischen, psychischen und geistigen Vorgänge nur Vorgänge der Materie sind, von ganzheitlich gestaltbildenden- und erhaltenden Lebenskräften und Energien aus. Er formuliert Krankheit als einen von dem Individuum abhängigen und als ursächlich bewirkten Prozess, nicht als ein den Menschen zufällig von außen treffendes Übel, eine molekular - mechanistische Betriebsstörung.
 
Krankheit ist für ihn ein lebens- und ordnungsschaffender Vorgang, der gegebenenfalls individuell unterstützt, begleitet und gelenkt werden muss, nicht jedoch mit synthetischen-, nebenwirkungsreichen Medikamenten unter drückt-, betäubt- oder verdrängt werden darf.
 
Ebenso folgt der Heilpraktiker nicht der heute üblichen Trennung von geistig-seelischen und körperlichen Reaktionen und Wirkungen; für ihn ist alles im Ganzen untrennbar miteinander verbunden. So ist das äußerlich sichtbare, messbare Symptom nicht das einzig Entscheidende, sondern der individuelle zeitliche Prozess, der das Symptom als Ende, als Vollzug einer Entwicklung hat entstehen lassen. Krankheit ist also ein zeitliches, nicht ein räumliches Problem.
 
Damit folgt der Heilpraktiker einer langen ideellen Tradition, die von der griechischen Antike bis in die heutige Zeit reicht. Für den Heilpraktiker sind die vielen medizinischen Teilergebnisse der letzten zwei Jahrhunderte eine Bereicherung der Möglichkeiten der Medizin, aber auch der Anlass, seine Überzeugung einer ganzheitlichen Schau weiter zu bewahren und für ihren Erhalt einzutreten. Das Ganze ist immer mehr als die Summe der Teile. Er sieht seine vornehmste Aufgabe im Zusammenfügen der übergreifenden Naturordnung mit den naturwissenschaftlichen Teilerkenntnissen der Materie um damit dem Kranken in seiner Subjektivität und personalen Betroffenheit hilfreich zur  Seite zu stehen.
 
Diesem Wirkensprinzip liegt eine Denkungs- und Handlungsweise zugrunde, die sich nicht an gesellschaftlich konformen, Erfolg versprechenden oder modischen Werten orientiert, sondern eine durch praktische Erfolge bewiesene Überzeugung, die auch durch jahrzehntelange Missachtung nur stetig gewachsen ist und besonders in den letzten Jahren zunehmende Bestätigung erfährt. Quelle:
 
Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund.
Friedrich Schiller
 
 
 
 
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